Wie du vom Kopf in den Körper kommst

Kennst du das Gefühl, den ganzen Tag im Kopf zu verbringen?

Gedanken kreisen, To-do-Listen wachsen, der Körper ist irgendwie nur ein Vehikel, um durchs Leben zu navigieren?

Dein Körper ist da, ja klar, aber wirklich spüren tust du ihn nicht?

Willkommen im Club. Ich, Conni, habe die meiste Zeit meines Lebens so verbracht. Dissoziiert, abgespalten, immer im Kopf, aber selten wirklich anwesend.

Obwohl ich schon viele Jahre meditiert und Yoga praktiziert hatte, begann mein Weg in den Körper so richtig erst durch Breathwork.

Erst durch den Atem konnte ich meinen Körper als sicheren Ort erfahren.

Und das ist ein entscheidender Punkt:

Viele von uns sind nicht im Körper, weil er sich nicht sicher anfühlt. Vielleicht durch Trauma, Stress oder einfach die Art, wie unsere Gesellschaft funktioniert.

Aber die gute Nachricht ist: Du kannst lernen, in deinem Körper anzukommen.

Warum verlieren wir die Verbindung zu unserem Körper?

Von klein auf lernen viele von uns, unsere Körpersignale zu ignorieren:

  • In der Schule sitzen wir stundenlang, auch wenn wir eigentlich Bewegung brauchen.

  • Wir müssen aufessen, auch wenn wir satt sind.

Und als Erwachsene? Arbeiten wir zu viel, übergehen unsere Bedürfnisse und lassen uns von endloser Stimulation durch Bildschirme ablenken.

Unsere Smartphones sorgen dafür, dass wir permanent auf unser Gehirn fokussiert sind, aber kaum noch auf unsere Empfindungen im Körper.

Woran erkenne ich, dass ich nicht in meinem Körper bin? Symptome der Dissoziation

Woran erkennst du, dass du nicht in deinem Körper bist?

  • Du bist ständig im Kopf und analysierst alles bis ins kleinste Detail.

  • Du kannst deine Emotionen nicht richtig fühlen oder wirst von ihnen überrollt.

  • Dein Körper fühlt sich nicht wie ein sicherer Ort an.

  • Du leidest unter chronischem Stress, Schmerzen oder gesundheitlichen Problemen.

  • Du hast Schwierigkeiten, Entscheidungen aus dem Bauch heraus zu treffen.

Wie komme ich vom Kopf in den Körper? Der Atem als Brücke

Der Atem ist der direkte Weg zur Präsenz und in deinen Körper.

Sobald du deine Aufmerksamkeit auf deinen Atem richtest, bist du automatisch im Hier und Jetzt.

Gleichzeitig aktiviert bewusstes Atmen den Parasympathikus, den Teil deines Nervensystems, der für Entspannung und Regeneration sorgt.

Das bedeutet:

Durch den Atem kannst du lernen, dass dein Körper ein sicherer Ort ist.

Regulierende Atemtechniken, sanfte Bewegungen wie Yoga oder Qi Gong und somatische Meditationen sind effektive Wege, um wieder in Kontakt mit deinem Körper zu kommen.

Was ist somatische Wahrnehmung? Die Sprache deines Körpers verstehen

Der Körper kommuniziert nicht in Worten, sondern in Empfindungen.

Es geht darum, Empfindungen wahrzunehmen, ohne sie zu bewerten.

Die vier Grundzustände der Körperwahrnehmung

Hier sind vier Grundzustände, die du wahrnehmen kannst:

  • Kontraktion: Anspannung, Druck, Enge, Verspannung.

  • Expansion: Weite, Offenheit, Leichtigkeit.

  • Taubheit: Keine oder wenig Wahrnehmung, oft an Stellen mit gespeicherten Erinnerungen oder Trauma.

  • Neutralität: Ein Gefühl des "Alles okay", z. B. an Stellen wie den Ellenbogen, Ohrläppchen, Nasenspitze.

Ein erster Schritt ist, immer wieder im Alltag bewusst in den Körper zu spüren:

Wie fühlt er sich an, wenn du am Schreibtisch sitzt, Auto fährst oder vor dem Einschlafen?

Durch diese kleinen Check-ins beginnst du, dich wieder mehr mit dir zu verbinden.

Was bringt es mir, im Körper zu sein? Vorteile der Verkörperung

Warum lohnt es sich, im Körper anzukommen?

Ein Leben im Kopf ist anstrengend. Wenn du wieder in deinem Körper ankommst, kannst du:

  • Früher erkennen, wenn du gestresst oder erschöpft bist.

  • Besser auf deine Emotionen reagieren, statt dich von ihnen überrollen zu lassen.

  • Dein Nervensystem regulieren und dich sicher in dir selbst fühlen.

  • Klarere, stimmigere Entscheidungen treffen.

  • Mehr Lebendigkeit, Freude und Genuss empfinden.

Fazit: Die Reise in den Körper ist eine Heimkehr

Die Reise vom Kopf in den Körper ist keine einmalige Sache, sondern ein fortlaufender Prozess. Aber es ist eine der lohnendsten Reisen, die du antreten kannst.

Dein Atem ist dein Kompass.

Also, atme ein, atme aus – und komm zuhause an.

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